Stellungnahmen & Aufrufe
Überrascht sind wir nicht.
Wir solidarisieren uns mit Collien Fernandes und mit allen Betroffenen sexualisierter Gewalt, heute wie immer. Es ist traurig, aber wahr: Fälle, schockierend wie dieser, sind unser täglich Brot. Die Aufmerksamkeit, die der Fall Fernandes erhält, birgt das Potential, endlich wichtige politische und gesellschaftliche Veränderungen durchzusetzen, die Betroffene, Fachstellen und weitere Interessensvertreter*innen seit langem fordern – sei das die konsequente Schließung von Strafbarkeitslücken und spezialisiert fortgebildete Strafverfolgungsbehörden oder den Ausbau flächendeckender und sicher finanzierter Hilfsangebote für alle Betroffenen. (Das Institut Petze hat hier eine sehr treffende und lesenswerte Stellungnahme geschrieben.)
Unser ganzes Team arbeitet unermüdlich daran, sexualisierter Gewalt etwas entgegen zu setzen, auf individueller wie auf struktureller Ebene.
Auch Sie können etwas tun:
- Sie können Spenden. Nur durch unsere Spenderinnen und Spender können wir unser vielseitiges Angebot aufrecht erhalten und alle Betroffenen kostenlos unterstützen.
- Sie können Schutz in Ihre Einrichtung tragen: Durch Ihre Expertise, durch die Betroffene sich anvertrauen können und Sie sich auch von potentiell charismatischen Tatpersonen nicht blenden lassen (-> zum Fortbildungsprogramm). Oder durch den Anstoß, strukturelle Schutzmaßnahmen (zur Fortbildung) zu verankern.
- Sie können Achtsamkeit in Ihr Umfeld streuen, indem Sie auf unsere Info-Abende für Eltern und alle Interessierten hinweisen.
- Sie können feministische Bildungsarbeit und profeministische, kritische Männerarbeit unterstützen und Angeboten wie Pinkstinks, dissens oder Wildwasser Karlsruhe auf Instagram folgen.
- Sie können sich klar positionieren, wenn in Ihrer Gegenwart unangemessen sexistische oder sexualisierte Sprüche fallen und einschreiten, wenn körperliche Übergriffe stattfinden. Auch vermeintlich harmlose Witze oder wie im Spiel ausgeführte Handlungen unter Kindern und Jugendlichen, wie Eierkneifen oder Arschbohren, müssen gestoppt und hingehend ihrer Auswirkungen reflektiert werden – ebenso wie das uneingewilligte Verbreiten von Nacktbildern, ob KI-generiert oder selbsterstellt.
Wir nehmen mit Freuden wahr, dass sich seit der Gründung unserer Beratungsstelle 1989 immer mehr Menschen gegen sexualisierte und patriarchale Gewalt starkmachen. Machen Sie mit!
(28.04.2026)




